Freitag, 11. Januar 2013

Am Abgrund


Ich wandere hier am Rande der Schlucht immer weiter.
Höre den Schrei der Möwen,
Wellen, die gegen Felsen schlagen.
Blauer Himmel bis zur Unendlichkeit.
Untergehende Sonne rot und schön.
Befinde mich im Frieden.
Ich wandre weiter.

Die Nacht bricht heran.
Dunkle Wolken ziehen auf.
Rot, bedrohlich.
Ein kühler Wind erhebt sich
Und erfrischt  meine Seele.
Himmel ohne Sterne.
Ich wandre weiter.

Der Wind schreit mir in die Ohren.
Die Sterne sind verschwunden.
Schlecht beleuchteter Weg durchs Unwetter.
Ich gehe langsamer.
Habe Angst.
Wandere weiter.

Der Regen peitscht meinen Körper. Zerreißt meine Kleider.
Harpyen, gemacht aus Wind und Salz,
Reißen und zerren an mir.
Kämpfen darum, mich zu besitzen.
Von Ferne höre ich den Gesang der Sirenen.
Mich rufend, Versprechungen Machend.
Einfach einen kleinen Bergpass Verlassen
Und alle Probleme wären zu Ende.
Ich wandre weiter.

Das Meer tobt gegen den Fels,
Salzige Arme wollen mich mit sich nehmen.
Auf allen vieren, die Zehen an den Stein gekrallt, der einschneidet,
Mich abweist, halte ich mich fest mit aller Kraft.
Alles, was ich bin, alles was ich war, alles kann werden.
Ich denke nicht mehr, fühle nicht mehr.
Meine Welt ist geschrumpft.
Ich und dieser Felsen.
Aus der Tiefe meiner selbst
Wohl vom dunkleren Gesang meiner Seele
Steigt ein Ton auf.
Schlecht zu hören zuerst, aber Schnell zunehmend an Volumen.
Bis er entweicht, lauter als der Sturm
Und widerhallt über das Meer und Den Felsen.
Ein Ton, nicht menschlich,  Animalisch.
Ein Ton der Wut, des Schmerzes und des Leids.
Ein Ton von Verzweiflung und absoluter Ablehnung.
Stille.

Glorios geht im Osten die Sonne auf.
Am Himmel funkeln die letzten Sterne der Nacht.
Von Ferne sehe ich Vögel den Anbruch des neuen Tages verkünden.
Zerknüllt, zerissen, blutend
Hebe ich den Kopf.
Alles tut mir weh, kann mich kaum bewegen.
Lächle
ICH BIN NOCH DA!

ATIROMA 2009                                                       Übersetzung: Andorinha



 



Einst hörte ich, wie ein Jüngling zu seinem kleinen Bruder sagte: "Wenn du nichts mehr hast im Leben, so bleibt dir doch immer noch deine Wut." 
Indem ich mich zu ihnen umwandte, begegnete mein Blick den lohenden Kohlenaugen des Älteren. Da fragte ich ihn:" Und wenn erst die Wut ganz und gar im Jähzorn aufgegangen ist, wird er es dann sein, der sich am Ende mit deiner Einsamkeit vereint?"




Continuo caminhando aqui à beira do precipício.
Oiço o grito das gaivotas,
As ondas do mar batendo nas rochas.
Céu azul até ao infinito.
Sol poente vermelho e lindo.
Estou em paz.
Continuo caminhando aqui
 
A noite cai,
Lá longe surgem umas nuvem escuras
Vermelhas, ameacadoras.
Levanta um vento fresco
Que me refresca a alma.
Não há estrelas no céu.
Continuo caminhando aqui
O vento grita aos meus ouvidos,
As estrelas desapareceram.
O caminho mal iluminado pela trovoada.
Caminho mais devagar.
Estou com medo.
Continuo caminhando aqui
 
A chuva fustiga meu corpo, rasga a minha roupa
As harpias feitas de vento e sal,
Me puxam e arrastam.
Lutam pela minha posse.
Lá longe oiço o canto das sereias,
Chamando, fazendo promessas.
Tão simples,
Um pequeno passo, deixar ir
E todos os meus problemas chegarão ao fim.
Continuo caminhando aqui
 
O mar fustiga a rocha,
Braços salgados me querem levar consigo.
De gatas, dedos cravados na rocha que corta,
Me rejeita, seguro-me com todas as forcas,
Tudo o que sou, tudo o que fui, tudo o que possa vir a ser.
Já não penso, não sinto.
O meu mundo é minusculo
Eu e este rochedo
Do fundo de mim mesmo
Lá bem do canto mais escuro da minha alma,
Nasce um som.
Mal se ouve, inicialmente, mas rapidamente crescendo de volume,
Até sair mais alto que a tempestade e ecoar pelo mar e as rochas.
Um som nada de humano, animal puro
Um som de raiva, dor e mágoa
Um som de desespero e de recusa absoluta.Silêncio.
 
O sol nasce glorioso a leste,
No céu brilham as últimas estrelas da noite,
Lá longe oiço os pássaros anunciar o raiar do novo dia.
Amachucado, rasgado, sangrando
Levanto a cabeça.
Tudo me doi, mal me posso mexer.
Sorrio.
AINDA CÁ ESTOU!

ATIROMA 2009